„Zeit dem Srifty“: Das AKD-Sommercamp 2022

Die AKD-Scheine waren 2022 absolut einzigartig.

Zu Beginn fühlte sich das 18. Sommercamp von AserKop Do eigentlich ganz normal an. Ein Termin in den Sommerferien: 23.07. bis 5.08.2022. Das Programm wie immer: 11 Tage lang von 8 bis 18 Uhr Sport und Spiel. Der Ort auch bekannt: Gnevezow in der Mecklenburgischen Seenplatte.
Okay, die Corona-Beschränkungen waren vorbei und dadurch waren mehr Leute da als in den letzten beiden Jahren. Okay, der Schein war ein Stock. Und okay, von den drei Camp-Leitenden war einer eine Leiterin.

Aber die ganzen Nudel-Metaphern, Teigwaren-Anspielungen und Pasta-Witze waren schon seltsam. Und nach ein paar Tagen tauchten die weißgekleidete „Baka-Jin“ und der schwarzgewandete „Meiwaku-Jin“ auf. Die hatten sehr spezielle Vorstellungen von Training. Aber wer hätte da ahnen können, dass das Camp auf einen Showdown mit dem leibhaftigen Nudelmonster hinauslaufen würde?!

Die verbindende Kraft von Spaghetti

Am Anfang stand die Frage: Was willst du in den 11 Tagen des Camps erreichen? Jeder Doling entschied für sich, ob er*sie in Kampfsport, Fitness oder (Theater-)Kunst besser werden wollte. Oder in allen dreien. Das Training in den Kategorien war AKD-typisch vielfältig, Rennen, Bodenkampfeinheiten, Akrobatik usw. usf.

Zusätzlich gab es Spezialtage und Aktionen, die die Dolinge auf andere Weise forderten: Shaolintag, Schweigetag, Tempelstempeltag, zwei Nachtaktionen und der Piraten-Wasserspieltag.
Die Erfolge jedes Dolings verewigte Tom mit seinem Lötkolben auf dem individuell gestalteten Stock-Schein.

Weil das alles noch nicht reichte, gab es das „Ver(wirkliche)Di(ch)Sel(bst)“.
Heißt, in jeder freien Minute trainierten die Dolinge an einem selbst gesetzten Ziel. Es wurden Klimmzüge gemacht, jongliert und gebeatboxt. Ein paar Dolinge drehten sogar einen Filmtrailer!

Und natürlich ging es um Teamwork. Die großen Ziele erreicht man schließlich nur gemeinsam. Ziele, wie sich im Unterarmstütz ganze Seiten unzusammenhängenden Text zu merken und an anderer Stelle korrekt wiederzugeben. Erfolgreiche Kommunikation war wichtig – siehe den während des Camps hundertfach rezitierten *heiligen Satz*. Empfangen aus göttlicher Quelle wurde er in Stille von Doling zu Doling übermittelt, wobei er zum Glück nur unwesentliche Modifikationen erfuhr.

Am Ende waren die Dolinge perfekt darauf vorbereitet, der aberwitzigen, nudligen Kreatur, die „… am Schnittpunkt von Nichts und Sein entstand[en war]…“ (Heiliges Buch der Jin, S. 699), entgegenzutreten. In der epischen Schlacht mit dem Nudelmonster funktionierten sie als Einheit, vertilgten 11 Kilogramm Spaghetti bis zur Mitternachtsstunde und bewahrten so die Welt vor der Durchnudelung. Der heilige Satz bewahrheitete sich: Als Team waren sie würdig.

Teamwork bei Leitern und Halbleitern

Ausgedacht hatten sich das (fast) alles Tom, Lilli und Louis. Sie leiteten das Camp, hielten die Dolinge bei Laune, trainierten mit und sorgten durch ihre Wandelbarkeit für zahlreiche Wow-Momente. Insgesamt verkörperten sie neben ihren eigenen Personen 10 weitere Rollen. Ganz großes Kino … äh, großer Sport… äh, großes Theater! Wir freuen uns auf das nächste Jahr!

Neben den Leitern haben zahlreiche Helfer*innen das Camp zu einem Erfolg gemacht. Da war Christoph, der Spenden und Leute kutschierte, als wertvoller Motivator wirkte und Extra-Challenges nach Trainingsschluss organisierte (Testosteron Turniere). Da waren Salome und Lotte, die immer ein offenes Ohr für die Dolinge hatten. Da waren Jupp und Siggi, die die Dolinge im Schauspiel und Gaukeln fit machten. Da waren Lukas und Nikolaj, die Rollen- und Boxtraining gaben. Und da waren die drei Halb-Leiter, die besonders viel Verantwortung trugen: Ada, die die Yoga-Sessions und die Erste Hilfe übernommen hatte, Mola, der Kampfeinheiten anleitete, und Daniel, der nicht nur den fantastischen Wasser-Wander-Piraten-Tag organisiert, sondern auch das Abschluss-Kampfturnier entworfen hatte. Von Dolingen für Dolinge. Das ist der wahre Geist von AKD!

Die Show zum Camp: Eine krabblige Sache

Am Do-It-Yourself-Day zeigten die Dolinge, was sie auf der Bühne können.

Ein Highlight des Sommercamps war die von den Campteilnehmern aufgeführte Gaukelshow. Dieses Jahr hatten Lotte und Jupp die Koordination der ca. 30 beteiligten Dolinge übernommen. Sie inszenierten eine neue, an Höhepunkten und Verwicklungen reiche Version des AKD-Klassikers „Feuer- vs. Krabblervolk„.

Es gab Feuer in jeder erdenklichen Form, Schauspiel, Akrobatik in Bewegung sowie kleine und große Standakrobatiken. Jede*r Campteilnehmer*in hatte seinen bzw. ihren Moment, um auf der Bühne zu glänzen. Das Heimpublikum war entsprechend begeistert und füllte großzügig unseren Hut.

Der Auftritt war so motivierend und inspirierend, dass er als Grundlage für die AKD-Gaukelshow beim Folklorum 2022 diente.

Dankeschön!

Wie schon im letzten Jahr möchten wir uns an dieser Stelle ganz herzlich bei Manuela bedanken. Sie hat uns während des gesamten Camps mit großartigen, nachhaltigen Abendessen versorgt und die eine oder andere besondere Leckerei herbeigezaubert. Zusätzlich fanden durch sie Geld- und Lebensmittel-Spenden aus der Region den Weg zu uns.

Danke, Manuela!

Für ihre finanzielle Unterstützung unseres Sommercamps 2022 möchten wir danken:

Ebenso herzlich bedanken wir uns für die Lebensmittel-Spenden von:

Last but not least danken wir auch Lukas auf dessen wunderschönem Gelände in Gnevezow die Dolinge campieren, trainieren und feiern durften. Auch der Arbeitseinsatz bei dir hat viel Spaß gemacht, wie man sieht:

Was bleibt?

Die Gewissheit: „… als Team sind wir würdig“.